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Die Wechseljahre beginnen nicht erst mit Hitzewallungen oder dem Ausbleiben der Periode. Erste Anzeichen können bereits in der Perimenopause auftreten, wenn die Hormonspiegel – vor allem Östrogen und Progesteron – stärker zu schwanken beginnen.
Häufig verändert sich zunächst der Menstruationszyklus: Die Abstände zwischen den Blutungen können kürzer oder länger werden, Blutungen stärker oder schwächer ausfallen. Gleichzeitig können Beschwerden auftreten, die viele Frauen zunächst gar nicht mit den Wechseljahren verbinden.
Dazu gehören zum Beispiel Schlafstörungen, Hitzewallungen und Nachtschweiß, Stimmungsschwankungen, innere Unruhe, Erschöpfung, Konzentrationsprobleme oder Brain Fog, Gelenkbeschwerden, Kopfschmerzen, Herzklopfen sowie Veränderungen von Haut, Haaren und Schleimhäuten. Auch Libido und sexuelles Wohlbefinden können sich verändern.
Welche Anzeichen auftreten und wie stark sie ausgeprägt sind, ist sehr unterschiedlich. Manche Frauen bemerken kaum Veränderungen, andere erleben mehrere Beschwerden gleichzeitig oder in wechselnden Phasen. Nicht jedes dieser Symptome wird automatisch durch die Wechseljahre verursacht – ähnliche Beschwerden können auch andere Ursachen haben.
Die Menopause selbst bezeichnet übrigens nur einen Zeitpunkt: die letzte Menstruation, die rückblickend festgestellt wird, wenn zwölf Monate lang keine weitere Blutung aufgetreten ist. Die hormonelle Umstellung beginnt meist schon Jahre davor.
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Die Perimenopause beginnt, wenn sich die hormonelle Aktivität der Eierstöcke verändert und erste typische Veränderungen des Zyklus oder andere Beschwerden auftreten. Einen festen Zeitpunkt oder ein bestimmtes Alter, ab dem jede Frau in der Perimenopause ist, gibt es nicht.
Bei vielen Frauen beginnt diese Phase in den 40ern, sie kann aber auch früher oder später einsetzen. Anfangs kann die Periode noch regelmäßig kommen. Gleichzeitig können bereits Veränderungen wie kürzere oder längere Zyklen, stärkere oder schwächere Blutungen, Schlafprobleme, Hitzewallungen, Stimmungsschwankungen oder andere neue Beschwerden auftreten.
Typisch für die Perimenopause sind vor allem stärker schwankende Hormonspiegel. Deshalb ist ein einzelner Hormonwert häufig nur eine Momentaufnahme und kann allein meist nicht zuverlässig zeigen, ob eine Frau bereits in der Perimenopause ist. Alter, Zyklusveränderungen und Beschwerden ergeben zusammen ein aussagekräftigeres Bild.
Die Perimenopause endet mit der Menopause, also der letzten Menstruation. Ob eine Blutung tatsächlich die letzte war, weiß man allerdings erst rückblickend: wenn zwölf Monate keine weitere Menstruation aufgetreten ist. Danach befindet sich eine Frau in der Postmenopause, die den weiteren Lebensabschnitt nach der Menopause bezeichnet.
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Antriebslosigkeit kann in der Perimenopause und rund um die Menopause deutlich spürbar werden. Manche Frauen erleben nicht nur körperliche Erschöpfung, sondern einen regelrechten Verlust von Energie, Motivation und innerem Antrieb – selbst für Dinge, die ihnen vorher leichtgefallen sind oder Freude gemacht haben.
Die hormonelle Umstellung kann dabei eine Rolle spielen. Östrogen wirkt nicht nur auf Zyklus und Fortpflanzungsorgane, sondern auch im Gehirn und steht mit Systemen in Verbindung, die Stimmung, Schlaf, Stressverarbeitung und kognitive Funktionen beeinflussen. Gleichzeitig können Schlafstörungen, Nachtschweiß und andere Wechseljahresbeschwerden zusätzlich Energie rauben.
Auch das Risiko für depressive Symptome ist während der Perimenopause erhöht. Eine große Meta-Analyse fand ein höheres Risiko gegenüber der Prämenopause. Das bedeutet nicht, dass Antriebslosigkeit automatisch eine Depression ist – wohl aber, dass psychische Veränderungen in dieser Lebensphase ernst genommen und nicht einfach als „Stress“ oder „Älterwerden“ abgetan werden sollten.
Hält die Antriebslosigkeit länger an, wird sie sehr stark oder kommen anhaltende Niedergeschlagenheit, Interessenverlust, Hoffnungslosigkeit oder deutliche Veränderungen im Alltag hinzu, sollte sie ärztlich abgeklärt werden. Auch andere Ursachen wie Schilddrüsenerkrankungen oder Eisenmangel können ähnliche Beschwerden hervorrufen.
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