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Das Restless-Legs-Syndrom (RLS) verursacht einen starken Bewegungsdrang in den Beinen, oft verbunden mit Kribbeln, Ziehen oder schwer beschreibbaren Missempfindungen. Typisch ist, dass die Beschwerden vor allem in Ruhe und abends oder nachts auftreten und durch Bewegung zumindest vorübergehend besser werden.
Auffällig ist: Frauen sind deutlich häufiger von RLS betroffen als Männer. Auch rund um Schwangerschaft und Menopause werden Veränderungen der Beschwerden beobachtet. Ob die hormonellen Veränderungen der Wechseljahre RLS direkt verursachen können, ist allerdings bisher nicht eindeutig geklärt.
Ein möglicher Zusammenhang ist trotzdem spannend. Östrogen beeinflusst unter anderem das dopaminerge System im Gehirn – und gerade Dopamin spielt bei Restless Legs eine wichtige Rolle. Diskutiert wird deshalb, ob weniger der absolute Östrogenspiegel als vielmehr hormonelle Veränderungen und Schwankungen einen Einfluss haben könnten.
Ein weiterer wichtiger Faktor ist Eisen. Eisen wird für Prozesse im Dopaminstoffwechsel benötigt, und niedrige Eisenspeicher können RLS begünstigen oder verstärken. Deshalb kann bei entsprechenden Beschwerden auch der Eisenstatus interessant sein – selbst wenn keine ausgeprägte Blutarmut vorliegt.
Studien zeigen allerdings kein ganz einheitliches Bild. So wurde RLS bei Frauen mit vasomotorischen Beschwerden wie Nachtschweiß häufiger beobachtet, während sich allein für den postmenopausalen Status kein klarer Zusammenhang nachweisen ließ.
Dazu kommt ein weiterer Effekt: Restless Legs können den Schlaf erheblich stören. Treffen sie auf Hitzewallungen, Nachtschweiß oder die ohnehin häufigeren Schlafprobleme der Perimenopause, kann die nächtliche Belastung besonders groß werden.
Restless Legs sind deshalb kein klassisches Wechseljahressymptom wie Hitzewallungen. Es gibt aber interessante Überschneidungen zwischen weiblichen Hormonen, Eisenstoffwechsel, Dopamin, Schlaf und RLS, die wissenschaftlich weiter untersucht werden.
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Nicht jedes verarbeitete Lebensmittel ist automatisch ungesund. Naturjoghurt, Tofu, Vollkornbrot oder Tiefkühlgemüse sind schließlich ebenfalls verarbeitet. Wenn von ultraverarbeiteten Lebensmitteln die Rede ist, geht es um etwas anderes.
Gemeint sind meist industriell hergestellte Produkte, die aus vielen verschiedenen Zutaten und aufbereiteten Bestandteilen zusammengesetzt sind. Typische Beispiele sind Softdrinks, viele Süßigkeiten und Snacks, manche Fertiggerichte oder stark verarbeitete Frühstücksprodukte. Häufig enthalten sie viel Energie auf relativ wenig Volumen und gleichzeitig wenig Ballaststoffe oder sättigendes Protein.
Warum ist das rund um die Menopause interessant? In dieser Lebensphase verändert sich bei vielen Frauen die Körperzusammensetzung. Mit sinkendem Östrogeneinfluss verschiebt sich die Fettverteilung häufiger in Richtung Bauchraum und viszerales Fett. Gleichzeitig können sich Insulinempfindlichkeit und Blutfette verändern. Auch der altersbedingte Verlust von Muskelmasse spielt zunehmend eine Rolle.
Ein hoher Anteil ultraverarbeiteter Lebensmittel wird in Studien mit Gewichtszunahme und einem höheren Risiko für verschiedene Stoffwechsel- und Herz-Kreislauf-Erkrankungen in Verbindung gebracht. Dabei ist noch nicht vollständig geklärt, was genau den Ausschlag gibt: die Verarbeitung selbst, die Zusammensetzung der Lebensmittel, ihre hohe Energiedichte, die geringe Sättigung – oder das Zusammenspiel all dieser Faktoren.
Das bedeutet nicht, dass ab der Menopause plötzlich jedes Fertigprodukt tabu ist. Interessanter ist das große Ganze: Je stärker sich unsere hormonellen und körperlichen Voraussetzungen verändern, desto wichtiger werden Muskelmasse, ausreichend Protein, Ballaststoffe und eine insgesamt nährstoffreiche Ernährung.
Und genau deshalb lohnt es sich gerade jetzt, häufiger Lebensmittel zu wählen, die noch ziemlich genau so aussehen wie das, was sie ursprünglich einmal waren.
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Wenn von „Übersäuerung“ die Rede ist, können ganz unterschiedliche Dinge gemeint sein. Im Alltag geht es meistens um die Frage, ob unsere Ernährung dazu führen kann, dass der Körper mit zu vielen säurebildenden Stoffen belastet wird.
Unser Körper kann seinen Säure-Basen-Haushalt allerdings ziemlich gut selbst regulieren. Vor allem Lunge und Nieren sorgen dafür, dass der pH-Wert des Blutes in einem sehr engen Bereich bleibt. Dass bestimmte Lebensmittel unseren ganzen Körper einfach „sauer machen“, ist deshalb zu kurz gedacht.
Trotzdem hat die Ernährung einen Einfluss darauf, welche Stoffe beim Abbau unserer Nahrung entstehen und was die Nieren anschließend ausscheiden müssen. Lebensmittel können dabei unterschiedlich wirken. Eine Ernährung mit viel Gemüse und Obst liefert beispielsweise viele Mineralstoffe und Pflanzenstoffe und führt tendenziell zu einer geringeren Säurebelastung als eine Ernährung mit wenig pflanzlichen Lebensmitteln und vielen stark verarbeiteten Produkten.
Der Begriff „Übersäuerung“ ist also etwas irreführend. Es geht normalerweise nicht darum, dass unser Blut durch die Ernährung zu sauer wird, sondern darum, wie unser Körper mit den verschiedenen Stoffwechselprodukten unserer Ernährung umgeht.
Eine tatsächliche Übersäuerung des Blutes – medizinisch Azidose genannt – ist etwas ganz anderes und tritt im Zusammenhang mit bestimmten Erkrankungen oder schweren Stoffwechselstörungen auf.
Für den Alltag muss man deshalb nicht versuchen, den Körper ständig zu „entsäuern“. Viel sinnvoller ist eine Ernährung, die reich an Gemüse, Obst und anderen möglichst wenig verarbeiteten pflanzlichen Lebensmitteln ist – damit unterstützt man den Körper ganz nebenbei, ohne aus dem Säure-Basen-Haushalt eine Wissenschaft machen zu müssen.
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Ob eine Frau ihre Gebärmutter noch hat, ist für die Planung einer systemischen Hormontherapie sehr wichtig.
Der Grund liegt in der Gebärmutterschleimhaut, dem Endometrium. Östrogen stimuliert dort das Wachstum von Zellen. Wird über längere Zeit systemisches Östrogen gegeben, ohne diese Wirkung auszugleichen, kann sich die Gebärmutterschleimhaut zu stark aufbauen. Dadurch steigt das Risiko für eine Endometriumhyperplasie und langfristig auch für Gebärmutterschleimhautkrebs.
Deshalb benötigen Frauen mit intakter Gebärmutter bei einer systemischen Östrogentherapie normalerweise zusätzlich einen ausreichenden Schutz des Endometriums. Dafür wird Progesteron oder ein Gestagen eingesetzt.
Das kann kontinuierlich erfolgen, also täglich, oder – abhängig vom Therapieschema – zyklisch beziehungsweise sequenziell. Bei einem sequenziellen Schema kann es zu einer regelmäßigen Abbruchblutung kommen.
Wurde die Gebärmutter vollständig entfernt, ist dieser Schutz des Endometriums in der Regel nicht notwendig und Östrogen kann häufig allein eingesetzt werden. Es gibt allerdings besondere Situationen, in denen die individuelle Vorgeschichte berücksichtigt werden muss.
Davon zu unterscheiden ist niedrig dosiertes vaginales Östrogen zur Behandlung des genitourinären Menopausensyndroms. Aufgrund der geringen systemischen Aufnahme wird hierfür üblicherweise kein zusätzliches Progesteron zum Schutz der Gebärmutterschleimhaut benötigt.
Der Uterus entscheidet also nicht darüber, ob eine Frau grundsätzlich Östrogen verwenden kann. Er entscheidet vor allem mit darüber, ob bei einer systemischen Östrogentherapie zusätzlich ein Schutz der Gebärmutterschleimhaut notwendig ist.
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