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Die Yamswurzel wird häufig als „natürliche Progesteronquelle“ beworben – ganz so einfach ist es allerdings nicht. Bestimmte Yamsarten enthalten Diosgenin, einen pflanzlichen Stoff, der tatsächlich eine wichtige Rolle bei der Herstellung von Steroidhormonen spielen kann.
Diosgenin lässt sich nämlich im Labor chemisch so verändern, dass daraus unter anderem Progesteron hergestellt werden kann. Genau das hat dazu beigetragen, dass die Yamswurzel ihren Ruf als „Hormonpflanze“ bekommen hat.
Der entscheidende Unterschied: Diese Umwandlung geschieht im Labor. Der menschliche Körper besitzt nicht die nötigen Stoffwechselwege, um Diosgenin aus einer Yamswurzel oder Yamscreme einfach in Progesteron umzuwandeln.
Eine Yamscreme mit Diosgenin ist deshalb nicht dasselbe wie eine Creme mit körperidentischem Progesteron. Enthält ein Produkt tatsächlich Progesteron, wurde dieses zuvor pharmazeutisch hergestellt – auch wenn ein pflanzlicher Ausgangsstoff wie Diosgenin dabei eine Rolle gespielt haben kann.
Yamspräparate werden trotzdem bei Wechseljahresbeschwerden angeboten. Ob sie solche Beschwerden tatsächlich deutlich lindern können, ist bisher nicht überzeugend belegt.
Gerade beim Thema „natürliche Hormone“ lohnt es sich deshalb, genau hinzusehen: Woher ein Ausgangsstoff stammt und welches Hormon am Ende im Produkt enthalten ist, sind zwei verschiedene Dinge.
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Yoga kann in den Wechseljahren weit mehr sein als ein bisschen Dehnen. Je nach Yogastil verbindet es Bewegung, Kraft, Beweglichkeit, Gleichgewicht, Atmung und bewusste Entspannung – und genau diese Kombination kann in dieser Lebensphase interessant sein.
Inzwischen gibt es auch eine ganze Reihe von Studien dazu. Neuere Auswertungen zeigen, dass Yoga verschiedene Wechseljahresbeschwerden verbessern kann. Besonders Hinweise gibt es für Schlaf, psychische Beschwerden wie Angst oder depressive Verstimmungen sowie für einige körperliche und urogenitale Symptome. Bei Hitzewallungen ist die Studienlage dagegen weniger eindeutig.
Ein Teil der Wirkung dürfte gar nicht „menopausespezifisch“ sein. Bewegung unterstützt Muskeln, Beweglichkeit und Gleichgewicht. Ruhige Atemtechniken und Entspannungsphasen können gleichzeitig das autonome Nervensystem beeinflussen und dabei helfen, nach Belastung wieder in einen ruhigeren Zustand zu kommen.
Gerade wenn Schlaf schlechter wird, Stress stärker wahrgenommen wird oder innere Unruhe zunimmt, kann diese Verbindung aus körperlicher Aktivität und Regulation besonders angenehm sein.
Yoga ersetzt allerdings nicht alles, was der Körper ab der Lebensmitte braucht. Für den Erhalt von Muskelmasse und Knochen sind ausreichend intensive Kraftreize weiterhin wichtig. Yoga kann Krafttraining, Ausdauer und andere Bewegungsformen deshalb wunderbar ergänzen – muss sie aber nicht ersetzen.
Und vielleicht ist genau das seine Stärke: Yoga muss nicht noch eine weitere Aufgabe auf der Selbstoptimierungsliste sein. Es kann gleichzeitig Bewegung und ein Moment sein, in dem der Körper einmal nicht funktionieren oder etwas leisten muss.
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Ylang-Ylang ist ein intensiv blumig duftendes ätherisches Öl, das aus den Blüten des tropischen Ylang-Ylang-Baumes (Cananga odorata) gewonnen wird. Bekannt ist es vor allem als Duftstoff in Parfüms und Kosmetik – aber auch in der Aromatherapie wird es traditionell verwendet.
Der Duft wird häufig mit Entspannung, Sinnlichkeit und innerer Ruhe verbunden. Deshalb findet man Ylang-Ylang beispielsweise in Duftmischungen für Stress, Unruhe oder Entspannungsrituale.
Es gibt kleinere Studien, in denen Ylang-Ylang allein oder zusammen mit anderen ätherischen Ölen auf Stress, Angst, Herzfrequenz oder Blutdruck untersucht wurde. Einige Ergebnisse sind interessant, insgesamt ist die Forschung speziell zu Ylang-Ylang aber noch zu begrenzt, um daraus eine medizinische Wirkung abzuleiten. Auch Studien zu Aromatherapie insgesamt lassen sich nicht automatisch auf ein einzelnes Öl übertragen.
Für Wechseljahresbeschwerden ist Ylang-Ylang deshalb kein spezifisches Behandlungsmittel. Als Duft kann es aber Teil eines persönlichen Entspannungsrituals sein – und ein angenehmer Geruch kann durchaus beeinflussen, wie wir einen Moment emotional erleben.
Ätherische Öle sind hochkonzentriert. Auf der Haut sollten sie deshalb in der Regel verdünnt verwendet werden und nicht unkritisch eingenommen werden.
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