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Eine der ersten Veränderungen in der Perimenopause kann der Menstruationszyklus sein – und der muss nicht sofort unregelmäßig werden. Anfangs werden die Zyklen bei manchen Frauen zunächst nur etwas kürzer oder länger, später können die Abstände zwischen den Blutungen deutlich stärker schwanken.
Der Grund liegt vor allem in der veränderten Funktion der Eierstöcke. Die Follikelreifung und die Eisprünge werden unregelmäßiger. Dadurch verändern sich auch die Muster von Östradiol und Progesteron. Gerade in der Perimenopause sind die Hormone deshalb nicht einfach nur „zu niedrig“ – sie können teilweise erheblich schwanken.
Auch die Blutung selbst kann sich verändern. Sie kann stärker oder schwächer werden, länger oder kürzer dauern. Manche Frauen bekommen Zwischenblutungen, bei anderen bleiben einzelne Perioden aus. In der späteren Perimenopause können schließlich mehrere Monate zwischen zwei Blutungen liegen.
Das macht diese Phase manchmal so verwirrend: Ein paar Monate scheint der Zyklus wieder relativ normal zu sein, dann verändert er sich erneut. Auch Eisprünge können weiterhin stattfinden – eine Schwangerschaft ist deshalb grundsätzlich noch möglich, solange die Menopause nicht erreicht ist.
Die Menopause ist schließlich die letzte Regelblutung. Welcher Blutung diese Bedeutung zukommt, weiß man aber erst rückblickend, wenn zwölf Monate keine weitere Menstruation aufgetreten ist.
Nicht jede ungewöhnliche Blutung sollte allerdings automatisch der Perimenopause zugeschrieben werden. Sehr starke, auffällige oder unerwartete Blutungen können auch andere Ursachen haben und sollten gegebenenfalls gynäkologisch abgeklärt werden.
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Zink ist ein essentielles Spurenelement. Das bedeutet: Unser Körper braucht es, kann es aber nicht selbst herstellen und auch nur begrenzt speichern. Wir müssen es deshalb regelmäßig über die Ernährung aufnehmen.
Obwohl wir nur relativ kleine Mengen benötigen, ist Zink an erstaunlich vielen Vorgängen beteiligt. Zahlreiche Enzyme und Proteine sind auf Zink angewiesen. Es spielt unter anderem eine Rolle für das Immunsystem, die Zellteilung und DNA-Synthese, die Wundheilung sowie für Haut und Schleimhäute.
Auch Haare und Nägel werden häufig mit Zink in Verbindung gebracht. Ein ausgeprägter Zinkmangel kann sich tatsächlich beispielsweise durch Hautveränderungen, schlechte Wundheilung oder Haarausfall bemerkbar machen. Solche Symptome sind allerdings unspezifisch und bedeuten nicht automatisch, dass Zink fehlt.
Gute Zinkquellen sind beispielsweise Käse, Eier, Hülsenfrüchte, Nüsse, Samen und Vollkornprodukte; besonders hohe Mengen finden sich auch in Fleisch und Meeresfrüchten. Bei pflanzlichen Lebensmitteln kann Phytinsäure die Aufnahme von Zink im Darm vermindern. Einweichen, Keimen oder Fermentieren kann die Bioverfügbarkeit verbessern.
Zink ist damit auch in und nach den Wechseljahren ein wichtiger Nährstoff – allerdings kein spezielles „Menopause-Mineral“. Interessant wird es vielmehr als Teil einer insgesamt guten Versorgung mit Nährstoffen, die der Körper für seine täglichen Reparatur-, Immun- und Stoffwechselprozesse benötigt.
Mehr ist dabei nicht automatisch besser. Sehr hohe Zinkmengen über längere Zeit können beispielsweise die Kupferaufnahme beeinträchtigen.
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Unsere Zellen werden nicht einfach eines Tages „alt“. Altern ist ein komplexer biologischer Prozess, bei dem sich im Laufe des Lebens auf vielen Ebenen Veränderungen und Schäden ansammeln.
Unsere DNA wird beispielsweise ständig belastet und repariert. Proteine müssen korrekt hergestellt, gefaltet und wieder abgebaut werden. Mitochondrien müssen Energie bereitstellen, Zellen miteinander kommunizieren und beschädigte Bestandteile beseitigen. Mit zunehmendem Alter funktionieren diese Systeme nicht mehr überall so effizient wie in jungen Jahren.
Ein bekannter Teil dieses Prozesses sind die Telomere. Das sind Schutzstrukturen an den Enden unserer Chromosomen, die sich bei vielen Zellteilungen verkürzen können. Sind sie sehr kurz oder entstehen andere starke Zellschäden, kann eine Zelle aufhören, sich zu teilen.
Manche dieser Zellen werden zu sogenannten seneszenten Zellen. Sie sind nicht tot, teilen sich aber nicht mehr und können Botenstoffe an ihre Umgebung abgeben. In jungen Jahren kann zelluläre Seneszenz sogar sinnvoll sein – etwa bei Wundheilung oder als Schutz davor, dass sich beschädigte Zellen unkontrolliert vermehren. Problematisch kann es werden, wenn sich seneszente Zellen mit zunehmendem Alter im Gewebe ansammeln.
Zur Zellalterung gehören aber noch viele weitere Prozesse: Veränderungen der Mitochondrien, chronische niedriggradige Entzündungsprozesse, Veränderungen der Genregulation und eine nachlassende Fähigkeit des Körpers, beschädigte Zellbestandteile zu reparieren oder zu beseitigen.
Deshalb gibt es auch nicht den einen „Alterungsschalter“, den wir einfach ausschalten könnten. Altern entsteht aus dem Zusammenspiel vieler biologischer Prozesse.
Und genau das macht die moderne Longevity-Forschung so spannend: Sie untersucht nicht nur, wie lange wir leben, sondern welche Mechanismen beeinflussen, wie gesund unsere Zellen und Gewebe während dieser Jahre bleiben.
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Eine brennende oder unangenehm kribbelnde Zunge, obwohl äußerlich kaum etwas zu erkennen ist: Dieses Phänomen kann tatsächlich rund um und nach der Menopause häufiger auftreten. Besonders das sogenannte Burning-Mouth-Syndrom betrifft überproportional häufig Frauen in der Peri- und Postmenopause.
Das Brennen betrifft nicht immer nur die Zunge. Auch Lippen, Gaumen oder andere Bereiche im Mund können sich wund, heiß oder gereizt anfühlen. Manche Betroffene berichten zusätzlich über Mundtrockenheit oder einen veränderten Geschmack.
Welche Rolle die Hormone dabei genau spielen, ist noch nicht vollständig geklärt. Östrogenrezeptoren finden sich auch in der Mundschleimhaut und in Speicheldrüsen. Außerdem wird untersucht, ob der sinkende Östrogeneinfluss die Verarbeitung von Schmerzreizen im Nervensystem beeinflussen könnte. Dass das Burning-Mouth-Syndrom besonders häufig rund um die Menopause auftritt, spricht für einen Zusammenhang – einen einfachen Mechanismus nach dem Motto „zu wenig Östrogen = Zungenbrennen“ gibt es aber bisher nicht.
Und Zungenbrennen kann viele andere Ursachen haben. Mundtrockenheit, Vitamin- oder Mineralstoffmängel, Schilddrüsenerkrankungen, Medikamente, Infektionen, Zahnprobleme oder Veränderungen der Mundschleimhaut können ähnliche Beschwerden verursachen.
Deshalb sollte länger anhaltendes oder neu auftretendes Zungenbrennen nicht einfach als weiteres Wechseljahressymptom abgehakt werden.
Spannend ist es trotzdem: Auch die Mundschleimhaut und unsere Schmerzwahrnehmung können Teil der körperlichen Veränderungen rund um die Menopause sein – ein Bereich, über den vergleichsweise wenig gesprochen wird.
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Der zirkadiane Rhythmus ist unsere innere biologische Uhr. Sie steuert in einem ungefähr 24-stündigen Rhythmus unter anderem Schlaf und Wachheit, Körpertemperatur sowie die zeitliche Ausschüttung verschiedener Hormone.
Licht ist dabei einer der wichtigsten Taktgeber. Helles Licht am Morgen signalisiert dem Gehirn: Der Tag beginnt. Mit zunehmender Dunkelheit verändert sich die innere Signalgebung und am Abend steigt normalerweise die Ausschüttung von Melatonin, das den Körper auf die Nacht vorbereitet.
Auch Cortisol folgt einem Tagesrhythmus. Es steigt normalerweise gegen Morgen an und unterstützt das Wachwerden. Unsere Hormone und unsere innere Uhr sind deshalb keine getrennten Systeme – sie beeinflussen sich gegenseitig.
Rund um die Menopause kann dieses Zusammenspiel besonders interessant werden. Hormonelle Veränderungen, Hitzewallungen und Nachtschweiß können den Schlaf stören; gleichzeitig verändern sich mit zunehmendem Alter auch Melatonin und
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