Kann ich mit 61 meine kleine Fettrolle loswerden – und gleichzeitig Muskeln aufbauen?

Ich bin 61, postmenopausal und trainiere seit ungefähr sechs Jahren mit Gewichten. Krafttraining ist für mich also nichts Neues.

Trotzdem hat sich mein Körper verändert. Er hat an Definition verloren. Ich sehe weniger Muskulatur und vor allem am Bauch hat sich eine kleine Fettrolle angesammelt, die ich gerne wieder loswerden würde.

Es geht nicht um zehn Kilo. Ein oder zwei Kilo Fett weniger würden mir wahrscheinlich schon reichen. Aber ich möchte gleichzeitig Muskulatur aufbauen und wieder mehr Kontur bekommen.

Genau das ist meine Challenge: Ich möchte wissen, wie weit ich meinen Körper mit 61 noch verändern kann. Stärker werden, Muskulatur aufbauen, Fett verlieren – und ja, ich möchte auch wieder definierter aussehen. Looking good naked gehört definitiv zum Ziel.

Und trotzdem taucht sofort diese Zahl in meinem Kopf auf: 52 Kilo – das wäre doch schön. Dabei liege ich normalerweise ungefähr bei 53,8 Kilo.

Da merke ich schon, wie tief eine bestimmte Vorstellung bei mir sitzt: Wenn ich weniger Fett haben möchte, denke ich automatisch, ich müsste weniger wiegen.

Aber stimmt das überhaupt?

Wenn ich Fett verliere und gleichzeitig Muskulatur aufbaue, kann sich mein Körper verändern, ohne dass die Zahl auf der Waage entsprechend nach unten geht.

Mein eigentliches Ziel ist also nicht, möglichst wenig zu wiegen. Ich möchte meine Körperzusammensetzung verändern: weniger Fett, mehr Muskulatur.

Und genau das ist Body Recomposition.

 

Inhalt

  1. Kann man gleichzeitig Fett verlieren und Muskeln aufbauen?

  2. Fett verlieren ohne abzunehmen – geht das überhaupt?

  3. Kaloriendefizit und Muskelaufbau: Wie viel Defizit ist zu viel?

  4. Muskeln aufbauen: Was braucht der Körper dafür?

  5. Muskelaufbau und Fettabbau nach der Menopause

  6. Body Recomposition statt Diät: Was bedeutet das für mich?

  7. Mein Body-Recomposition-Selbstversuch mit 61

  8. Body Recomposition messen: Warum die Waage nicht reicht

 

Kann man gleichzeitig Fett verlieren und Muskeln aufbauen?

Für mich klingt das erst einmal wie ein Widerspruch. Fett verlieren und gleichzeitig Muskeln aufbauen – geht das überhaupt?

Mit Body Recomposition hatte ich mich bisher kaum beschäftigt. Also habe ich angefangen zu recherchieren.

Dabei bin ich unter anderem auf Alan Aragon gestoßen, der seit Jahrzehnten zu Ernährung, Krafttraining und Körperzusammensetzung arbeitet und forscht. Besonders interessant fand ich sein ausführliches Gespräch mit Dr. Andrew Huberman, Neurowissenschaftler und Professor an der Stanford School of Medicine.

Außerdem habe ich mir angesehen, was Dr. Gabrielle Lyon, Ärztin und Begründerin der Muscle-Centric Medicine, und Cori Lefkowith, Personal Trainerin und Gründerin von Redefining Strength, zu diesem Thema sagen.

Und natürlich wollte ich wissen, was die Forschung dazu sagt. Die erste Antwort ist ziemlich eindeutig:

 

Ja. Der Körper kann Fett verlieren und gleichzeitig Muskulatur aufbauen.

 

Das wurde nicht nur bei Menschen beobachtet, die gerade erst mit Krafttraining anfangen. Auch Menschen mit Trainingserfahrung können gleichzeitig Fett verlieren und Muskulatur beziehungsweise fettfreie Masse aufbauen.

Allerdings sind die Voraussetzungen nicht bei jedem gleich. Wer gerade mit Krafttraining beginnt oder nach einer längeren Pause wieder einsteigt, hat häufig bessere Voraussetzungen. Wer bereits sehr konsequent und progressiv trainiert, muss eher damit rechnen, dass Veränderungen langsamer werden.

Und wo stehe ich?

Das lässt sich an den sechs Jahren allein nicht festmachen. In den letzten anderthalb Jahren habe ich zwar weiter trainiert, mich aber kaum noch gesteigert. Wie viel sich verändert, wenn ich mein Training jetzt wieder gezielter angehe, weiß ich nicht.

Genau das möchte ich mit meinem Selbstversuch herausfinden.

 

Fett verlieren ohne abzunehmen – geht das überhaupt?

Und jetzt kommen wir zu dem Teil, der für mich viel schwieriger ist. Denn in meinem Kopf galt jahrzehntelang:

FETT VERLIEREN = ABNEHMEN = WENIGER ESSEN

Das kommt nicht von ungefähr. Schon als junge Frau habe ich versucht, meinen Körper über weniger Essen zu verändern. Es gab Zeiten, in denen ich mehrere Tage kaum oder gar nichts gegessen und gleichzeitig Sport gemacht habe. Darauf folgten manchmal Fressanfälle – und danach begann das Einschränken wieder von vorne.

Und auch der Satz meiner Mutter „Ach, ich muss Diät machen, ich muss Diät machen“ gehört irgendwie zum Hintergrundrauschen meines Lebens.

Deshalb ist diese Gleichung für mich nicht einfach irgendeine Ernährungsregel. Sie sitzt tief. Ich sehe die kleine Fettrolle an meinem Bauch und mein erster Gedanke ist immer noch: Dann muss ich eben ein bisschen abnehmen.

Umso interessanter fand ich eine Frage, die Andrew Huberman Alan Aragon in ihrem Gespräch stellt: Muss man für Body Recomposition zwingend in einem Kaloriendefizit sein?

Aragons Antwort lautet: Nein.

Das musste ich erst einmal sortieren. Denn natürlich spielt die Energiebilanz weiterhin eine Rolle. Aber Fettverlust und Gewichtsverlust sind nicht dasselbe.

Wenn ich Fett verliere und gleichzeitig Muskulatur aufbaue, kann meine Taille schmaler werden, mein Körper definierter aussehen und ich kann stärker werden – während sich auf der Waage vielleicht kaum etwas tut.

Und damit verändert sich meine Ausgangsfrage. Vielleicht muss ich nicht als Erstes fragen: Wie schaffe ich es, weniger zu essen?

Sondern:

Was braucht mein Körper, damit ich Fett verlieren und gleichzeitig Muskulatur aufbauen kann?


Kaloriendefizit und Muskelaufbau: Wie viel Defizit ist zu viel?

Ganz vom Tisch ist das Kaloriendefizit damit natürlich nicht. Wenn ich Fett verlieren möchte, liegt der Gedanke nahe: Dann esse ich eben etwas weniger. Und wenn ein kleines Defizit funktioniert, funktioniert ein größeres doch bestimmt noch schneller.

Nur möchte ich eben nicht einfach leichter werden. Ich möchte gleichzeitig Muskulatur aufbauen.

Dazu habe ich eine große Auswertung gefunden, in der Forschende die Ergebnisse vieler Krafttrainingsstudien zusammengefasst haben (Murphy & Koehler, 2022). Sie wollten wissen, was mit Kraft und fettfreier Masse passiert, wenn Menschen über längere Zeit weniger Energie aufnehmen, als sie verbrauchen. Fettfreie Masse ist alles am Körper, was kein Fett ist, also vor allem Muskulatur, dazu Wasser, Knochen und Organe.

Das Ergebnis: Je größer das Defizit war, desto weniger fettfreie Masse bauten die Teilnehmenden im Schnitt auf. Ab etwa 500 Kilokalorien Defizit pro Tag kam rechnerisch nichts mehr dazu. Stärker wurden sie übrigens trotzdem.

Das ist keine feste Grenze, die für jeden Körper gleich gilt, sondern ein Durchschnittswert. Für mich zählt vor allem die Richtung:

 

Je mehr Energie ich meinem Körper entziehe, desto schwerer fällt es ihm, gleichzeitig Neues aufzubauen.

 

Und genau diese Zahl finde ich interessant. Ein tägliches Defizit von rund 500 Kalorien wird beim Abnehmen häufig als Richtwert empfohlen. In dieser Auswertung liegt ungefähr dort der Punkt, an dem rechnerisch kein weiterer Zuwachs an fettfreier Masse mehr zu erwarten war.

 
 

Damit dreht sich meine Frage um. Nicht mehr: Wie wenig kann ich essen, damit ich Fett verliere? Sondern:

Wie viel Energie kann ich meinem Körper geben und trotzdem langsam Fett verlieren?

Das ist ein komplett anderer Ausgangspunkt als alles, was ich bisher gemacht habe.


Muskeln aufbauen: Was braucht der Körper dafür?


Wenn ich mehr Muskulatur möchte, muss ich meinem Körper natürlich auch einen Grund geben, sie aufzubauen.

Bei Gabrielle Lyon lande ich dabei immer wieder bei drei Dingen:

Krafttraining. Protein. Genügend Energie.

Ein Trainingsreiz, auf den mein Körper reagieren muss

Krafttraining mache ich schon lange. Seit ungefähr sechs Jahren trainiere ich mit den Workouts von Sydney Cummings.

Aber „ich trainiere seit sechs Jahren“ erzählt eben nicht die ganze Geschichte.

Gerade in den letzten anderthalb Jahren habe ich meine Workouts zwar weitergemacht, war aber nicht mehr mit demselben Einsatz dabei. Ich habe weniger darauf geachtet, ob ich mich tatsächlich steigere. Und irgendwann stoße ich mit meinen schwersten Hanteln von 7,5 Kilo natürlich auch an Grenzen.

Für meinen Selbstversuch reicht es deshalb nicht, einfach ein Workout nach dem anderen abzuhaken.

Ich möchte wieder bewusster darauf achten:

Werde ich stärker? Schaffe ich mehr Gewicht? Mehr Wiederholungen? Kann ich eine Übung kontrollierter ausführen?

Mein Körper braucht einen Grund, sich anzupassen.

Wie viel Protein brauche ich für den Muskelaufbau?

Protein war für mich auch früher schon ein Thema. Ich habe mir Gedanken darüber gemacht, woher es kommt – pflanzlich oder tierisch, Bio und Tierwohl spielen für mich dabei eine große Rolle.

Worauf ich allerdings nie wirklich geachtet habe, war die Menge. Ich hatte keine Ahnung, wie viel Protein ich über den Tag tatsächlich esse. Und rückblickend war es meistens zu wenig.

Inzwischen versuche ich, jeden Tag ungefähr 80 Gramm Protein zu erreichen. Bei meinen knapp 54 Kilo Körpergewicht sind das rund 1,5 Gramm pro Kilogramm. Das ist für mich ein fester Bestandteil meiner Body-Recomposition-Challenge. Zum ersten Mal achte ich nicht nur darauf, welches Protein ich esse, sondern auch darauf, wie viel ich über den Tag tatsächlich zusammenbekomme.

Aber allein dadurch verändert sich schon die Art, wie ich über mein Essen nachdenke. Nicht mehr nur: Was kann ich weglassen? Sondern auch:

Bekomme ich eigentlich genug von dem, was mein Körper für mein Ziel braucht?

Warum Muskelaufbau genügend Energie braucht

Das ist für mich wahrscheinlich der ungewohnteste Teil.

Ich kann meinem Körper beim Training nicht ständig sagen: Bitte werde stärker. Bitte baue Muskulatur auf. Und beim Essen gleichzeitig nur darüber nachdenken: Wo kann ich noch etwas einsparen?

Das bedeutet nicht, dass ich jetzt möglichst viel essen muss. Es bedeutet zunächst nur: Wenn ich Muskulatur aufbauen möchte, kann ich nicht so tun, als hätte die Energie, die meinem Körper dafür zur Verfügung steht, keine Bedeutung.


Muskelaufbau und Fettabbau in den Wechseljahren

Meine Menopause liegt hinter mir, ich bin postmenopausal. Mein Körper hat heute andere hormonelle Voraussetzungen als mit 30 oder 40. Mit dem sinkenden Östrogen verändern sich bei vielen Frauen Muskelmasse und Fettverteilung, und das Fett landet häufiger am Bauch.

Das passt ziemlich genau zu dem, was ich bei mir sehe. Mein Gewicht hat sich gar nicht dramatisch verändert. Mein Körper schon. Weniger Definition, weniger sichtbare Muskulatur, dafür diese kleine Rolle am Bauch.

Und dann kommt fast automatisch die Frage: Ist das jetzt einfach das Alter? Muss ich mich damit abfinden?

Die Forschung zu Krafttraining nach den Wechseljahren ist da erstaunlich ermutigend. Frauen werden auch nach der Menopause stärker, können Muskulatur aufbauen oder zumindest erhalten und ihre Körperzusammensetzung verändern. Die Hormone beeinflussen, wie das abläuft. Ob sich überhaupt noch etwas tut, entscheiden sie aber nicht.

Für meinen Selbstversuch ist genau das der Punkt: Mein Körper kann auch mit 61 noch auf Training reagieren.

Wie weit das geht, wie schnell und was bei mir persönlich passiert, weiß ich noch nicht. Das werde ich in den nächsten Wochen sehen.

 

Body Recomposition statt Diät: Was bedeutet das für mich?

Nach all dieser Recherche sehe ich meine kleine Fettrolle immer noch. Ich möchte sie auch immer noch loswerden. Aber mein erster Gedanke dazu beginnt sich zu verändern.

Bisher wäre die Rechnung ziemlich einfach gewesen:

 

Bauchfett weg → abnehmen → weniger essen → 52 kg

 

Nur passt diese Rechnung nicht besonders gut zu meinem eigentlichen Ziel.

Denn wenn ich mir meine Ausgangslage anschaue, sehe ich auch: Ich habe beim Training in den letzten anderthalb Jahren nicht mehr alles gegeben. Ich habe mich bei den Gewichten kaum noch gesteigert. Mehr als 7,5 Kilo hatte ich zu Hause gar nicht zur Verfügung. Und darauf, ob ich genug Protein esse, habe ich lange kaum geachtet.

Warum sollte mein erster Schritt dann ausgerechnet sein, meinem Körper noch weniger Energie zu geben?

An diesem Punkt fand ich Cori Lefkowith besonders hilfreich. Sie spricht bei Body Recomposition davon, einen primären Fokus zu setzen.

Fettverlust und Muskelaufbau können gleichzeitig stattfinden. Aber das bedeutet nicht, dass ich versuchen muss, beides gleichzeitig mit maximaler Geschwindigkeit voranzutreiben.

Wenn Muskelaufbau gerade mein wichtigstes Ziel ist, darf er auch wirklich Priorität bekommen. Das heißt nicht, dass mir meine Fettrolle plötzlich egal ist. Fettverlust gehört weiterhin zu meinem Ziel. Aber vielleicht muss ich ihn nicht dadurch erzwingen, dass ich sofort wieder eine Diät anfange.

Cori beschreibt Körperveränderung außerdem als einen Prozess, der unterschiedliche Phasen haben kann. Eine Zeit lang kann Muskelaufbau stärker im Vordergrund stehen. Später kann der Fokus stärker auf Fettverlust liegen. Und auch eine Zeit, in der das Gewicht kaum sinkt, kann trotzdem Teil des Fortschritts sein.

Für mich ist das ein ziemlich anderer Maßstab. Mein alter Maßstab war:

Waage runter = funktioniert.

Bei Body Recomposition reicht das nicht mehr. Vielleicht wiege ich am Ende gar keine 52 Kilo. Vielleicht wiege ich weiterhin ungefähr so viel wie heute – habe aber mehr Muskulatur, weniger Fett und sehe definierter aus. Und wenn das passiert, wäre es ziemlich absurd zu sagen, mein Versuch sei gescheitert, nur weil auf der Waage nicht die Zahl 52 steht.


Mein Body-Recomposition-Selbstversuch mit 61

Aus all dem ergibt sich für mich inzwischen ein ziemlich klarer Plan. Ich werde keine klassische Diät anfangen und nicht versuchen, möglichst schnell ein oder zwei Kilo abzunehmen.

Mein erster Schwerpunkt wird Muskelaufbau.

Ich bleibe bei meinen Workouts mit Sydney Cummings. Ich trainiere gerne mit ihr und brauche dieses geführte Training. Aber ich möchte wieder viel bewusster darauf achten, ob ich tatsächlich Fortschritte mache.

Ich möchte meine Belastung steigern, wenn es möglich ist, und mein Training nicht einfach nur absolvieren.

Beim Essen sind meine ungefähr 80 Gramm Protein am Tag eine wichtige Orientierung.

Und ich starte nicht mit einem festgelegten großen Kaloriendefizit. Gerade dieser Punkt ist für mich mental wahrscheinlich die größte Herausforderung.

Denn damit mache ich etwas anderes als das, was ich jahrzehntelang gemacht habe, sobald ich ein oder zwei Kilo loswerden wollte. Ich beobachte erst einmal, was passiert.

Ernährung und Training tracken mit huuman

Bei meinem Selbstversuch begleitet mich huuman, eine KI-Coach-App. Das Team von huuman stellt mir die App dafür kostenlos zur Verfügung und begleitet meinen Versuch über die nächsten Wochen.

Für mich ist daran vor allem interessant, dass ich Ernährung und Training nicht getrennt voneinander betrachten muss.

Ich kann mein Essen fotografieren oder per Sprache eingeben und sehe, wie viel Protein und Energie ich tatsächlich zu mir nehme. Gerade beim Protein hat mir das ziemlich schnell gezeigt, wie leicht ich mich verschätze.

Gleichzeitig kann ich mein Training dokumentieren. Und das war mir wichtig, denn ich möchte nicht irgendeinen neuen Trainingsplan anfangen, nur weil ich jetzt eine App benutze. Ich möchte weiterhin mit Sydney Cummings trainieren.

Ich kann mein Sydney-Workout fotografieren beziehungsweise in huuman übernehmen und anschließend meine Übungen und Gewichte dokumentieren. Nicht ich muss mich der App anpassen – die App passt sich meinem Training an.

Interessant ist für mich aber noch etwas anderes: Tracking bekommt dadurch plötzlich eine andere Bedeutung.

Früher hätte ich beim Tracken vor allem wissen wollen: Bin ich unter meiner Kalorienzahl geblieben? Jetzt interessiert mich viel mehr:

Habe ich meinem Körper genug gegeben für das, was ich von ihm verlange? Wie viel Protein habe ich gegessen? Wie entwickelt sich mein Training? Werde ich stärker? Und was passiert gleichzeitig mit meinen Körpermaßen?

Genau dafür möchte ich huuman in den nächsten Wochen nutzen: nicht als Diätpolizei, sondern als Werkzeug, mit dem ich meinen Selbstversuch dokumentieren kann.


Body Recomposition messen: Warum die Waage nicht reicht

Diesmal möchte ich mich nicht allein auf die Waage verlassen.

Natürlich werde ich mein Gewicht beobachten. Aber genauso wichtig sind meine Körpermaße, Fotos und vor allem meine Entwicklung beim Training.

Werde ich stärker?

Verändert sich meine Taille?

Sehe ich mehr Definition?

Wie sitzt meine Kleidung?

Und was passiert mit meinem Gewicht, während all das passiert?

Vielleicht steht irgendwann tatsächlich eine 52 auf der Waage. Vielleicht auch nicht. Wenn ich aber in einigen Monaten stärker bin, mehr Muskulatur habe, Fett am Bauch verloren habe und mein Körper wieder definierter aussieht, dann ist die Zahl auf der Waage nicht mehr das Entscheidende. Ob das funktioniert, weiß ich heute noch nicht. Genau deshalb ist es ein Selbstversuch.

Und natürlich werde ich darüber berichten, was passiert. Nicht nur, wenn es funktioniert, sondern auch, wenn etwas überhaupt nicht so läuft, wie ich es mir vorgestellt habe.

 

Ich möchte herausfinden, wie weit ich meinen Körper mit 61 noch verändern kann – ohne wieder bei der alten Antwort zu landen: weniger essen, weniger wiegen.

 
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