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Die Menopause ist nicht eine jahrelange Phase, sondern bezeichnet die letzte Menstruation im Leben einer Frau. Das Schwierige daran: Welcher Tag tatsächlich die Menopause war, weiß man erst im Nachhinein.
Wenn eine Frau zwölf Monate lang keine Menstruation mehr hatte und es dafür keine andere Ursache gibt, gilt die letzte Blutung rückblickend als Menopause. Die Menopause lässt sich also nicht morgens feststellen nach dem Motto: „Ab heute bin ich in der Menopause.“
Die Jahre davor werden als Perimenopause bezeichnet. In dieser Zeit arbeiten die Eierstöcke zunehmend unregelmäßig, Eisprünge werden seltener und die Produktion von Östrogen und Progesteron verändert sich. Die Abstände zwischen den Blutungen können kürzer oder länger werden, einzelne Blutungen ausbleiben und schließlich hört die Menstruation ganz auf.
Nach der Menopause beginnt die Postmenopause. Sie ist keine kurze Übergangsphase, sondern begleitet eine Frau für den Rest ihres Lebens.
Das durchschnittliche Alter bei der natürlichen Menopause liegt ungefähr bei 51 Jahren, der Zeitpunkt kann individuell aber deutlich früher oder später liegen. Von einer vorzeitigen Menopause spricht man, wenn sie vor dem 40. Lebensjahr eintritt.
Die Begriffe sind deshalb wichtig, weil „Wechseljahre“, „Perimenopause“, „Menopause“ und „Postmenopause“ häufig so verwendet werden, als bedeuteten sie dasselbe. Tatsächlich beschreiben sie unterschiedliche Abschnitte des hormonellen Übergangs.
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Muskelmasse ist nichts, was wir einmal aufbauen und dann automatisch behalten. Unsere Muskulatur befindet sich ständig im Umbau: Muskelprotein wird abgebaut und neu aufgebaut. Mit zunehmendem Alter verschiebt sich dieses Gleichgewicht leichter in Richtung Abbau.
Eine wichtige Rolle spielt dabei die sogenannte anabole Resistenz. Dahinter steckt ein relativ einfaches Prinzip: Ältere Muskeln reagieren weniger empfindlich auf die Signale, die den Muskelaufbau anregen – insbesondere auf Protein und körperliche Belastung. Der Muskel braucht also einen deutlicheren Reiz, um die Muskelproteinsynthese anzukurbeln.
Bei Frauen kommen rund um die Menopause hormonelle Veränderungen hinzu. Östrogen wirkt auch auf Muskelgewebe und Stoffwechsel, und der Rückgang der Sexualhormone kann Veränderungen von Muskelmasse, Kraft und Körperzusammensetzung mit beeinflussen. Die Menopause ist dabei nicht die einzige Ursache – Alter, Aktivität, Ernährung und Trainingsreize spielen ebenfalls eine große Rolle.
Besonders wichtig ist die Unterscheidung zwischen Muskelmasse und Muskelkraft. Man kann äußerlich noch relativ muskulös aussehen und trotzdem bereits Kraft verlieren. Mit zunehmendem Alter geht es deshalb nicht nur darum, möglichst viel Muskelmasse zu besitzen, sondern die vorhandene Muskulatur tatsächlich zu benutzen und leistungsfähig zu halten.
Wird der Verlust von Muskelmasse und Muskelfunktion stärker, spricht man von Sarkopenie. Sie kann im höheren Alter dazu beitragen, dass alltägliche Dinge schwerer werden: Treppensteigen, Einkäufe tragen, vom Boden aufstehen oder sich bei einem Stolpern schnell abfangen.
Genau deshalb ist Muskulatur in der zweiten Lebenshälfte weit mehr als ein ästhetisches Thema. Sie ist ein wichtiger Teil unserer körperlichen Reserve – und trägt dazu bei, wie beweglich und selbstständig wir älter werden.
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Magnesium ist ein Mineralstoff, den unser Körper für Hunderte enzymatische Reaktionen benötigt. Es ist also nicht einfach nur „das Mineral gegen Muskelkrämpfe“, als das es häufig wahrgenommen wird.
Besonders spannend ist seine Rolle bei der Energiegewinnung. Unsere Zellen nutzen ATP als unmittelbare Energiequelle. ATP funktioniert in vielen biologischen Reaktionen jedoch nicht einfach allein: Es liegt in der Zelle häufig an Magnesium gebunden vor. Magnesium ist damit eng mit den Prozessen verbunden, durch die unsere Zellen Energie nutzen.
Auch Muskeln und Nervensystem sind auf Magnesium angewiesen. Wenn ein Nerv einen Muskel aktiviert, strömt unter anderem Calcium in die Muskelzelle und ermöglicht die Kontraktion. Magnesium ist an der Regulation dieser Prozesse beteiligt und spielt auch bei der anschließenden Entspannung des Muskels eine Rolle.
Darüber hinaus wird Magnesium für die normale Funktion von Nerven, für die Proteinsynthese und für zahlreiche Stoffwechselprozesse benötigt. Ein großer Teil des körpereigenen Magnesiums befindet sich nicht im Blut, sondern in Knochen und Gewebe.
Gerade deshalb ist Magnesium viel interessanter als sein Ruf als simples „Entspannungsmineral“. Es sitzt an zahlreichen Stellen mitten in der Zellbiologie – von der Energieversorgung bis zur Funktion von Muskeln und Nervenzellen.
Magnesium wird häufig auch im Zusammenhang mit Schlaf, Stress oder Muskelbeschwerden beworben. Daraus sollte man allerdings nicht schließen, dass jedes dieser Probleme automatisch auf einen Magnesiummangel zurückzuführen ist. Ob eine zusätzliche Einnahme sinnvoll ist, hängt unter anderem von Ernährung, Versorgung und persönlicher Situation ab.
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Migräne und weibliche Sexualhormone hängen bei vielen Frauen eng zusammen. Besonders Östrogenschwankungen können beeinflussen, wie leicht eine Migräneattacke ausgelöst wird.
Das kennt man bereits aus dem normalen Menstruationszyklus. Manche Frauen bekommen regelmäßig kurz vor oder während ihrer Periode Migräne. Ein möglicher Auslöser ist dabei nicht einfach „zu wenig Östrogen“, sondern vor allem ein deutlicher Abfall des Östrogenspiegels.
Genau das macht die Perimenopause interessant. In dieser Phase sinkt Östrogen nicht gleichmäßig und kontinuierlich. Die Werte können stark schwanken – teilweise hoch sein und anschließend deutlich abfallen. Für Frauen, deren Migräne empfindlich auf hormonelle Veränderungen reagiert, können diese unruhigen Jahre deshalb auch unruhigere Migränejahre sein.
Nach der Menopause verändert sich die Situation erneut. Wenn die starken hormonellen Schwankungen nachlassen und sich die Östrogenspiegel auf einem dauerhaft niedrigeren Niveau einpendeln, bessert sich Migräne bei manchen Frauen. Das gilt jedoch nicht für jede Frau und nicht für jede Migräneform.
Hinzu kommen mögliche Trigger, die gerade während der Wechseljahre häufiger auftreten können: schlechter Schlaf, Stress, unregelmäßiges Essen oder andere körperliche Veränderungen können die persönliche Migräneschwelle zusätzlich beeinflussen.
Migräne in der Lebensmitte ist deshalb ein gutes Beispiel dafür, dass bei Hormonen nicht immer nur die absolute Höhe eines Hormonwertes entscheidend ist. Manchmal ist gerade die Schwankung das Interessante.
Bei neu auftretenden, deutlich veränderten oder ungewöhnlich starken Kopfschmerzen sollte allerdings nicht automatisch von hormoneller Migräne ausgegangen werden, sondern die Ursache medizinisch abgeklärt werden.
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